Pflanzliches Eiweiß: Fakten, Mythen, Meinungen – und die besten pflanzlichen Proteinquellen

Pflanzliches Eiweiß - Mythen, Test, meine Erfahrung

Viele Pflanzen liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, das dem tierischen Pendant mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist. Warum das so ist, welche Lebensmittel besonders proteinreich und welches die besten Proteinquellen sind, sowie einiges mehr über pflanzliches Protein, erfährst du in diesem Artikel.

Eine neutrale Betrachtung von tierischem Eiweiß

Wer sich ausgewogen ernährt – egal, ob vegan oder nicht – braucht sich meiner Meinung nach keinerlei Sorgen um die Proteinversorgung zu machen. Viele Menschen legen Wert auf eine eiweissreiche Ernährung, immerhin sind Proteine die Bausteine unserer Muskulatur und für den Muskelaufbau essentiell.

Auf einer Website, die veganes-eiweiss.de heißt, dürfte relativ klar sein, welche Proteine ich bevorzuge. Dennoch kann und will ich nicht grundsätzlich behaupten, dass pflanzliches Eiweiß das bessere ist. Immerhin galt tierisches Eiweiß lange Zeit als hochwertiger gegenüber dem Pflanzenprotein. Grund dafür ist, dass es dem menschlichen Eiweiß ähnlicher ist und zu 80 bis 100% in körperliches Protein umgebaut werden kann.

Vor allem bei Kraftsportlern, bei denen es um schnellen und hohen Muskelaufbau geht, sind Whey- und Caseinproteine häufig verwendete Eiweißquellen. Wheyprotein wird aufgrund seiner angeblich schnellen Verfügbarkeit als das Protein schlechthin angesehen. Sowohl Whey, auch bekannt als Molkenprotein, als auch Casein kommen in der Milch vor: Caseinprotein zu 80 % und Wheyprotein zu 20 %. Letzterem wird eine besonders schnelle Resorption, eine höhere biologische Wertigkeit und ein größerer Leucin-Anteil zugesprochen. Diese essenzielle Aminosäure aktiviert die Eiweißsynthese, was für den Aufbau von Muskelmasse natürlich von Vorteil ist. Casein hingegen wird vom Körper langsamer aufgenommen und ist deshalb als Snack oder Abendmahlzeit geeignet. Diese quasi zeitverzögerte Freisetzung ist der Grund, warum ein Quark oder ein Proteinpulver mit Casein oftmals empfohlen wird als letzte Mahlzeit vor dem Zubettgehen – so soll die Eiweißversorgung des Körpers durch die Nacht sichergestellt werden. Außerdem liefert Casein mehr Kalzium für eine gute Knochenstabilität und bessere Muskelkontraktion.

All diese Punkte lassen Milch als Eiweißquelle erst einmal ganz gut da stehen. Doch keine Sorge – ich laufe nicht zum tierischen Protein über. Alleine schon deshalb nicht, weil Eiweiß aus Fleisch und Wurst der Gesundheit womöglich eher schaden kann als nutzt. So kann der beim Abbau von tierischem Protein entstehende Harnstoff zu einer Überlastung der Nieren führen. Die im Fleisch enthaltenen Purine können zu Entzündungen, Gicht und Übersäuerung führen. Hinzu kommt ein möglicher Kalium,- Phosphor- und Flüssigkeitsmangel durch verstärkte Ausscheidung. Zudem ist tierisches Eiweiß aufgrund des höheren Fett- und Cholesteringehaltes schwerer verdaulich.

Was ist besser: pflanzliches oder tierisches Protein?

Kommen wir zu den Gründen, warum für mich Protein pflanzlichen Ursprungs letztlich doch besser ist als tierisches bzw. mindestens gleichwertig:

  • Pflanzeneiweiß wird von unserem Körper leichter verdaut und verwertet.
  • Es enthält weniger Kalorien, Fette und Cholesterin.
  • Außerdem ist wenig bis gar keine Harnsäure (Purin) enthalten.
  • Pflanzliches Protein liefert gleichzeitig mehr ungesättigte Fettsäuren.

Besonders möchte ich nochmal die bessere Verträglichkeit von pflanzlichem Protein hervorheben. Denn viele bekommen von Whey, Casein und anderen tierischen Eiweißen Pickel, Blähungen und andere Beschwerden. Ich selbst hatte mich bereits an diese „Nebenwirkungen“ gewöhnt und gemeint, dass man sich bei eiweißreicher Ernährung halt damit abfinden müsse, hin und wieder unter Verdauungsbeschwerden und unreiner Haut zu leiden. Falsch gedacht – mit pflanzlichen Proteinprodukten und einer Überprüfung meiner Eiweißzufuhr, waren diese Probleme mit einem mal verschwunden.

Ein weiteres Argument Pro-Pflanzenprotein führe ich auf eine Studie1zurück. Dabei fand man nämlich heraus, dass JEDES Protein zu Muskelwachstum führt – die Eiweißquelle ist dabei nicht vordergründig entscheidend. In der Studie jedenfalls verbesserten Molke- und Reisprotein auf identische Art und Weise die Leistungsfähigkeit der Probanden. Wenn man jetzt noch die weiteren Vorteile von Pflanzeneiweißen bedenkt, scheint es mir logisch, diese zu bevorzugen. Wichtig dabei ist, die passenden eiweißreichen Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen und sich abwechslungsreich zu ernähren. Wenn du deine Eiweißzufuhr zusätzlich mit „Pülverchen“ ergänzen willst, solltest du zu hochwertigen Pflanzenproteinen greifen. Zu all dem erfährst du gleich mehr.

Eiweiß: Definition, Zusammensetzung, Aufgaben und Bedarf

Bevor wir uns mit den eiweißreichsten Quellen beschäftigen, schauen wir uns nochmal näher an, was Eiweiß eigentlich ist, welche Aufgaben es hat und wie viel wir davon benötigen.

Was ist Eiweiß?

Protein ist als Bestandteil unserer Nahrung einer von drei Makronährstoffen, die wir zum Funktionieren und Überleben unbedingt benötigen. Zu etwa 15 % besteht unser Körper aus Eiweiß.

Wie setzt sich Eiweiß zusammen?

Proteine bestehen aus Ketten von Einzelbausteinen – den Aminosäuren. Davon gibt es 20 bis 22 verschiedene – hierüber streiten die Experten noch. Klar ist auf jeden Fall, dass 8 bzw. 9 dieser Aminosäuren für unseren Körper essentiell, also lebensnotwendig sind. Unser Organismus kanndiese nicht selbst herstellen, sondern wir müssen diese über die Ernährung zuführen. Dabei wiederum ist das sogenannte Aminosäureprofil entscheidend: Je ausgewogener die Zusammensetzung aller essentiellen Aminosäuren eines Lebensmittels ist, desto wertvoller ist es.

Welche Aufgaben hat Eiweiß?

Über das Thema schreiben andere Leute Bücher – deshalb hier nur die Aufzählung einiger wichtiger Funktionen. Proteine sind in jeder deiner Körperzellen enthalten und kümmern sich u.a. um die Versorgung mit Mineralstoffen und Wasser. Eiweiß ist gleichzeitig wichtig für den Zellenauf- und –umbau sowie den Muskelaufbau. Außerdem transportiert das Eiweiß zahlreiche Substanzen im Blutplasma, wie z.B. Vitamine, Sauerstoff oder Hormone. Bei starker körperlicher Belastung zieht dein Körper bestimmte Proteine zur Energieversorgung heran. Zudem sind Proteinbausteine wichtiger Bestandteil von Kollagen, das für Knochenaufbau sowie schöne Haut, Haare und Nägel notwendig ist.

Wie viel Protein braucht der Mensch?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beträgt die empfohlene Proteinzufuhr für Erwachsene zwischen 19 und 65 Jahren 0,8 g Protein/kg Körpergewicht täglich. Hier findest du eine Tabelle mit Altersangaben und Proteinbedarf. Diese gelten für „normale“ Menschen, Breiten- und Hobbysportler sowie auch für Veganer und Vegetarier. Eine Formel für Muskelaufbau und Abbau von Körperfett findest du hier.

Wer hat besonders starken Eiweißbedarf?

Natürlich benötigen wir alle Proteine. Doch es gibt bestimmte Gruppen von Menschen, die mehr Eiweiß brauchen als andere – aus den verschiedensten Gründen:

Alle, die Muskeln aufbauen wollen

Muskeln bestehen zu einem Großteil aus Proteinen. Um Muskelgewebe zu schützen, zu reparieren und aufzubauen, sind gut verwertbare und hochwertige Proteine notwendig. Beim Kraftsport und Muskeltraining entstehen im Muskelgewebe mikroskopisch kleine Risse. Der Körper ist darauf programmiert, diese winzigen Schäden sofort zu reparieren und gleichzeitig das Gewebe zusätzlich zu verstärken. So wächst der Muskel, was ja auch das Ziel ist. Das zum Muskelaufbau benötigte Eiweiß holt sich der Körper aus der Nahrung bzw. Nahrungsergänzungen und wandelt es dann in körpereigene Proteine um. Weiter oben habe ich schon erklärt, dass es laut Studien völlig „wurscht“ ist, ob das zugeführte Eiweiß tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ist.

Bei bestimmter Ernährungsweise

Wer sich proteinarm ernährt, muss sich sein Eiweiß über Nahrungsergänzungen zuführen oder seine Ernährungsweise anpassen. Auch Rohköstler, die hauptsächlich Früchte verspeisen, können bei zu viel Einseitigkeit auf dem Speiseplan einen Proteinmangel aufweisen. Ähnliches gilt paradoxerweise, wenn du dich Low-Carb ernährst. Denn wenn dein Organismus zu wenig Kohlenhydrate bekommt, besteht die Gefahr, dass er zur Energiegewinnung mehr Aminosäuren heranzieht – und zwar verstärkt aus der Muskelmasse, die dadurch abgebaut wird.

Zur Gewichtsabnahme

Proteinreiche Kost führt zu einem besonders guten Sättigungsgefühl – und je satter du dich fühlst, desto weniger Heißhungerattacken stellen sich ein, bei denen du dir möglichweise mehr Kalorien zuführst als dir und deinen Hüften lieb ist. Wenn du abnehmen willst, sind eiweißreiche Lebensmittel auch deshalb super, weil diese den Fettstoffwechsel ankurbeln und so die Fettpölsterchen schneller verschwinden. Oder anders ausgedrückt: Die Verdauung von Proteinen, bei der sich überdurchschnittlich viel Wärme entwickelt, verbraucht mehr Energie als die von Fett und Kohlenhydraten. Durch diesen thermischen Effekt bei der Eiweißverdauung wird auch das Abnehmen beschleunigt. Die Gewichtsabnahme funktioniert natürlich nur, wenn du dem Körper nur so viel Energie zuführst, dass er mit dem Verbrennen auch hinterherkommt.

Für die Gewichtszunahme

Lustigerweise geht es auch umgekehrt: Wenn du untergewichtig bist und zunehmen möchtest, gelangst du mit Pflanzenproteinen zwar auf langsamen, aber gesunden und sicheren Weg zum Normalgewicht. Auf hochwertiges Eiweiß aus pflanzlicher Nahrung zu setzen, lohnt sich vor allem auch deshalb, weil du dir und deinem Körper damit gleichzeitig wichtige Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe gönnst. Wichtig ist natürlich eine angepasste Ernährung – also bitte nicht nur ein Eiweißpulver anrühren, sondern auch hier auf Abwechslung und frische Kost achten.

Zur Stärkung und Regeneration

Nach einer Krankheit oder Schwangerschaft hat dein Körper erhöhten Bedarf an Protein. Vielleicht fühlst du dich auch ganz allgemein schwach und weißt nicht, wo das herkommt. Pflanzliches Eiweiß kann dir in Schwäche- und Regenerationsphasen dabei helfen, neue Kräfte zu tanken.

Bei erhöhtem Nährstoffbedarf

Wenn du gerade in einer stressigen Lebenssituation bist – z.B. beruflich, psychisch oder körperlich stark belastet bist – dann ist dein Nährstoffbedarf besonders hoch. Das gilt auch, wenn du dich „eigentlich“ gesünder ernähren willst, aber doch häufig Fastfood verspeist und dein Körper von frischen selbst zubereiteten Speisen nur träumen kann. Hier sind hochwertige pflanzliche Proteine in Form von schnell zubereiten Pülverchen eine gute Möglichkeit, den erhöhten Nährstoffbedarf zu decken. Aber bitte nicht dauerhaft – kochen macht Spaß.

Meine Top 5 der pflanzlichen Proteinquellen

Dazu sage ich gleich: Das ist meine ganz subjektive Auflistung. Ich gehe dabei nicht unbedingt immer vom Gehalt an Eiweiß aus, sondern auch vom allgemeinen gesundheitlichen Wert sowie von meinem persönlichen Geschmack und der vielfältigen Einsatzmöglichkeit der Lebensmittel:

  1. Nüsse sind lecker und vielseitig einsetzbar. Du kannst sie roh essen, zu Mehl mahlen und in dein Müsli, Smoothie oder Shake geben oder auch beim Backen oder Kochen verwenden. Neben viel Eiweiß liefern Nüsse zudem gesunde Fette, sind gut sättigend und somit ein gesunder veganer Snack. Eine super Alternative ist Nussmus – wobei du hier natürlich auf die Qualität achten solltest. Es gibt sogar welche in Rohkostqualität, wobei die nicht gerade billig sind. Mit diesen Lebensmitteln verspeist du je nach Sorte um 20 g Eiweiß pro 100 Gramm. Nussmus wird beispielsweise aus Mandeln, Cashews oder Haselnüssen angeboten.
  2. Eines meiner Lieblingsgemüse sind Avocados, obwohl sie eigentlich botanisch zu den Beeren gehören. Das interessiert uns hier aber nicht, sondern vor allem ihr hoher Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Das zeugt von einer sehr guten Eiweißqualität, auch wenn das Fruchtfleisch einer Avocado „nur“ ca. 2 Gramm Protein liefert. Dafür ist sie super lecker in Salaten oder Smoothiesund verleiht den Speisen eine lecker-cremige Konsistenz. Und keine Sorge: Die Avocado ist zwar recht fettreich, aber vor allem voll von gesunden Fetten und soll sogar zum Abnehmen beitragen.
  3. Speisehanf liefert massig Proteine (bis zu 50 g pro 100 Gramm) und auch er glänzt mit einer super Zusammensetzung aus essentiellen Aminosäuren sowie weiteren Aminosäuren, die zum Muskelaufbau wichtig sind. Hinzu kommt der hohe Anteil an Arginin, das wie oben beschrieben eine „lustvolle“ Wirkung hat. Geschälter Hanf hat einen leicht nussigen Geschmack und du kannst ihn ins Müsli, in Salate, Smoothies und andere passende Speisen geben.
  4. Als Superfood wird Quinoa oft bezeichnet – und das völlig zu Recht. Auch hier finden sich alle lebensnotwendigen Aminosäuren und in 100 Gramm sind fast 14 Gramm Eiweiß enthalten. Wenn ich mal Appetit auf eine würzige Suppe habe, kommt dieses Rezept zum Einsatz: 750 g Wasser zum Kochen bringen, 125 Gramm Quinoa und 1 EL Gemüsebrühe hineingeben, alles 5 Minuten köcheln und dann noch ca. 15 Minuten ziehen lassen. Gewürzt wird das Ganze mit etwas Salz, viiiieeel Curry (je nach Geschmack) und etwas Tamari. Ist auch ein gutes „Am-Tag-danach“-Essen :).
  5. Eiweißreich, ballaststoffreich und kalorienarm – das sind Linsen. Je nach Sorte liefern sie bis zu 30 g Eiweiß pro 100 Gramm. Du kannst daraus Eintöpfe machen, sie als sättigende Beilage verwenden oder mit ihnen – zusammen mit Paprikaschoten – ein leckeres veganes „Chili sin carne“ zubereiten. Tipp: Zur besseren Verträglichkeit über Nacht einweichen. Noch gesünder und besser verwertbarer werden sie bzw. das enthaltene Protein, wenn du sie ankeimen lässt und dann in Salaten o.ä. verspeist.

Weitere Informationen zu eiweißreichen Pflanzen findest du in meinem Artikel zu veganen Proteinquellen.

Proteinpulver: Die beliebtesten Hilfsmittel kurz vorgestellt

Vor allem, wenn du zu denjenigen gehörst, die einen besonders starken Bedarf an pflanzlichem Eiweiß haben und/oder es praktisch und abwechslungsreich mögen, kannst du deinen Proteinbedarf zusätzlich mit veganen Proteinpulvern decken. Ich stelle dir die wichtigsten im Telegramstil vor – alphabethisch geordnet, also ohne Wertung in der Reihenfolge:

Chiaprotein

  • im besten Falle hergestellt mit einem Niedrig-Temperatur-Pressverfahren bzw. kalt gemahlen
  • wird als Nebenprodukt bei der Pressung von Chiasamen gewonnen
  • enthält alle essentiellen Aminosäuren
  • liefert ca. zwischen 32 % und 36 % Eiweiß
  • vom Geschmack her sehr neutral, wodurch es sehr vielseitig einsetzbar ist
  • beispielsweise passt es in Müslis, Shakes oder Smoothies und zum Backen
  • aufgrund seiner verdickenden Eigenschaft werden damit Mousse und Pudding angenehm cremig
  • gut geeignet u.a. zur Gewichtsabnahme, für Sportler und zur Regeneration
  • enthält bei schonender Herstellung weitere wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien sowie Ballast- und Mineralstoffe
  • empfohlene Einnahmemenge täglich maximal 15 Gramm

Erbsenprotein

Erbsenprotein Packung

  • zur Gewinnung des Proteins werden hauptsächlich gelbe Schälerbsen aus Kanada und China verwendet
  • liefert ein gutes Aminosäureprofil mit einem Mix aus essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren
  • hoher Eiweißgehalt von 82 % bis 85 %
  • relativer intensiver Eigengeschmack nach „Erbse“
  • passt gut in Gemüsesäfte, stilles Wasser, Smoothies oder vegane Milch sowie vor allem zu herzhaften Speisen
  • im Obstsaft hat es mir nicht geschmeckt und ich denke, dass es aufgrund des erbsigen Geschmacks auch weniger für Backwaren und anderes „Süßzeug“ geeignet ist
  • besonders empfehlenswert für Vegetarier/Veganer, Abnehmwilllige, Sportler und zur „Befeuerung“ des Liebeslebens
  • empfohlen wird eine Kombination von Erbsenprotein mit Reisprotein, um ein noch besseres Aminosäureprofil zu erreichen

Hanfprotein

Hanfprotein

  • bei der Herstellung werden die Hanfsamen gepresst und der dabei entstehende Hanfkuchen zu einem feinen Pulver vermahlen
  • Eiweiß vom Hanf bietet ein fast ideales Aminosäureprofil
  • alle essentiellen Aminosäuren sind in ausreichender Menge und im perfekten Verhältnis zueinander enthalten
  • der Proteinanteil liegt je nach Produkt zwischen 30 % und 50 %
  • hat geschmacklich eine pflanzliche Note mit leicht nussigem Aroma
  • du kannst es in Saft, Wasser, veganer Milch oder im Eiweiß-Smoothie einnehmen
  • ein leckerer Shake mit Hanfprotein entsteht in Kombination mit Maca und Kakao
  • auch zum Verfeinern vom Müsli und zum Backen verwendbar
  • u.a. sinnvoll für Sportler, zur optimalen Nahrungsergänzung und zu Regeneration
  • aufgrund der hervorragenden Bioverfügbarkeit wird Hanfprotein vom Körper besonders gut aufgenommen und verwertet

Kürbiskernprotein

Kürbiskernprotein Packung

  • sinnvoll ist, auf eine schonende Herstellung ohne Erhitzung sowie künstliche Extraktionsprozesse zu achten
  • im Protein aus Kürbiskernen finden sich alle essentiellen Aminosäuren
  • der Eiweißanteil liegt etwa zwischen 45 % und 60 %
  • sehr intensiver natürlicher Geschmack mit nussiger Note, der an hochwertiges Kürbiskernöl erinnert
  • passt sehr gut zu pflanzlichen Milch-Shakes, z.B. aus Mandeln, Kokos, Hafer oder Reis
  • kannst du auch als Zutat für Smoothies, Müsli, Desserts, Cracker, Fitnessriegel, Kuchen oder Brot verwenden
  • besonders empfehlenswert als Ergänzung bei veganer, vegetarischer und Low Carb-Ernährung sowie für Sportler
  • liefert außerdem Omega-6-und Omega-9-Fettsäuren

Lupinenprotein

  • hergestellt aus den Samen der Süßlupine
  • enthält nur geringe Mengen an säurebildenden Aminosäuren
  • liefert zwischen 30 % und 50 % Eiweiß
  • hat einen neutralen, natürlichen Eigengeschmack und passt in viele Speisen, wie z.B. Shakes, Smoothies, Müsli, Proteindrinks oder Bratlinge
  • optimal fürs Backen z.B. von Brot, Pfannkuchen, Keksen, Kuchen oder Waffeln
  • sinnvoll beispielsweise für Sportler, Veganer, während einer Entschlackung, bei basischer Ernährungsweise und zum Abnehmen
  • Lupinenmehl gilt als besonders basisch
  • enthalten sind u.a. auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien, Antioxidantien und Ballaststoffe

Mandelprotein

Mandelprotein als Eiweisslieferant

  • in der Regel wird bei der Herstellung des Eiweißpulvers die Mandel zuerst mechanisch gepresst und teilentölt, danach wird der angefallene Mandelpresskuchen feinvermahlen
  • liefert alle essentiellen Aminosäuren
  • enthält ca. 50 % Eiweiß
  • Mandeleiweiß hat ein angenehm nussiges, leicht süßliches Mandelamora und kann vielseitig verwendet werden
  • als Zusatz in (Protein)-Shakes, Saft oder Smoothie sowie im Müsli, Sojajoghurt oder Desserts
  • du kannst damit auch Pfannkuchen, Gebäck oder Brot anreichern
  • geeignet u.a. für Veganer, Vegetarier und Rohköstler sowie Menschen mit erhöhtem Kalziumbedarf
  • sehr kalzium- und ballaststoffreich

Reisprotein

  • meist mithilfe von Fermentation und Keimung hergestellt, bei der brauner ungeschälter Vollkornreis genutzt wird
  • enthält die essentiellen Aminosäuren
  • der Proteingehalt liegt bei etwa 80 %
  • geschmacklich ist reines Reisprotein gewöhnungsbedürftig, was aber durch Zutaten wie Agavendicksaft, Kakao u. ä. optimiert werden kann – trotzdem bleibt ein sandiger Eindruck
  • geeignet ist es für Shakes, Smoothies, Nussdrinks, Müsli, Frühstücksflocken, Saft oder Suppe (nach dem Kochen), Joghurts oder Eiscreme
  • vom Reisprotein profitieren z.B. Sportler, Menschen mit hohem Eiweißbedarf und solche, die abnehmen wollen,
  • gilt aufgrund des speziellen Herstellungsprozesses als besonders gut verdaulich
  • Kombination mit Erbsenprotein verbessert das Aminosäureprofil nochmal um einiges

Sesamprotein

  • meist gewonnen durch Entölung und Vermahlung
  • alle essentiellen Aminosäuren enthalten
  • enthält rund 55 % Eiweiß
  • der Geschmack ist fein nussig mit leichter Tendenz zur Bitterkeit – in den Speisen schmeckt man den Sesam ganz leicht heraus
  • passt zum Beispiel in Müslis, Proteindrinks, zu Soßen oder zum Backen
  • gute Proteinquelle für Sportler, bei Low Carb-Ernährung und hohem Mineralstoffbedarf
  • ist zusätzlich reich an Magnesium, Eisen, verschiedenen B-Vitaminen und Ballaststoffen

Sojaprotein

  • hergestellt aus Sojabohnen
  • mit allen essentiellen Aminosäuren und einem ausgewogenen Aminosäureprofil
  • liefert zwischen 60 % und 90 % Eiweiß
  • normalerweise relativ geschmacksneutral, riecht etwas nach Erbsen
  • kannst du aromatisieren u.a. mit Kakao, Maca oder Vanillepulver
  • empfehlenswert u.a. für Sportler, zur Regenerierung oder bei Gewichtsabnahme bzw. Diät
  • Sojaprotein verfügt über eine schnelle Resorptionsrate
  • heute umstritten wegen angeblichem Östrogengehalt und aus ökologischen Gründen
  • empfohlen wird die Verwendung von Sojaprotein-Isolaten

Sonnenblumenkernprotein

  • hergestellt mittels (Kalt)Pressung, Teilentölung und Feinvermahlung des entstandenen Presskuchens
  • enthält die essentiellen Aminosäuren
  • ausgewogenes Aminosäureprofil
  • Proteingehalt von ca. 45 %
  • ist nahezu geschmacksneutral und deshalb für viele Speisen geeignet
  • schmeckt u.a. in Shakes, Smoothies, veganer Milch, Obst- und Gemüsesäften, Müsli, Kuchen- oder Brotteig
  • geeignet z.B. bei veganer, vegetarischer und rohköstlicher Ernährung
  • liefert zudem wertvolle Polyphenole, ungesättigte Fettsäuren sowie verschiedene Vitamine

Walnussprotein

  • gewonnen durch Entölung und Vermahlung
  • liefert alle essentiellen Aminosäuren
  • besteht aus ca. 45 % Eiweiß
  • feines, leicht nussiges Aroma, leicht bitter, aber in vielen Speisen vom Geschmack her „unauffällig“
  • eine super Ergänzung in Shakes, Smoothies, Müslis, veganen Joghurts, Desserts oder Backwaren
  • Walnussprotein ist geeignet u.a. zur Regeneration und bei erhöhtem Nährstoffbedarf
  • enthält zudem viel Magnesium, Selen und Zink
Pflanzliches Eiweiß: Fakten, Mythen, Meinungen – und die besten pflanzlichen Proteinquellen
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