Veganes Proteinpulver ohne Soja

Veganes Protein ohne Soja

An Soja scheiden sich mittlerweile die Geister. Früher die pflanzliche Eiweißquelle für Vegetarier und Veganer schlechthin, führen Kritiker der Pflanze vor allem zwei Aspekte zu Felde: Zum einen soll Soja nicht so gesund sein, wie angenommen. Es werden zum Beispiel Wirkungen auf den Östrogenspiegel vermutet, die insbesondere bei Männern unerwünscht sein dürften. Oftmals wird hier sogar eine „Verweiblichung“ befürchtet. Nach meiner Erfahrung kommt man bei normaler Dosierung jedoch nicht mal ansatzweise auf die kritischen Mengen, die eine solche Wirkung verursachen könnten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte darauf achten, dass sein Soja-Protein ein Isolat ist, das aufgrund seiner besonderen Herstellungsweise ohnehin keine Phyto-Östrogene enthalten sollte. Zum anderen wird der ökologische Zusammenhang diskutiert, weil Soja mittlerweile eine der größten Nutzpflanze des Menschen ist, wobei der Großteil zur Herstellung von Tierfutter verwendet wird.

Eine unerwünschte Wirkung hat Sojaproteinpulver jedoch in Verruf gebracht. Das liegt daran, dass es reichlich Isoflavone enthält, die dem menschlichen Östrogen ähnlich sind. Sojaprotein soll demnach den Hormonhaushalt stören und eine „Verweiblichung“ bewirken. Obwohl die Forschung dazu meiner Meinung nach unklar ist (mehr dazu in meinem Artikel über Sojaprotein), wollen viele ihren Proteinbedarf nicht oder nicht nur aus Soja decken und suchen deshalb nach Alternativen.

Wer auf ein Proteinpulver ohne Soja Wert legt, findet heutzutage jede Menge Alternativen, z.B. das SUNWARRIOR Warrior Blend aus Erbsen-, Hanf- und Cranberry-Protein. Ein weiteres sehr gutes Protein in dem kein Soja verarbeitet wurde, ist das Eiweißpräparat von VegiFEEL. Für eine Übersicht über Eiweißpulver mit und ohne Soja-Zusatz empfehle ich dir auch meine Vergleichsseite zu veganem Proteinpulver.

Meine Meinung: Du solltest deine Proteinreserven nicht allein mit Soja auffüllen. Vielmehr ist es sinnvoll, deinen Proteinbedarf mit verschiedenen Produkten zu decken, sowohl in Form von Lebensmitteln als auch von Proteinpulver. Nur so kann eine optimale Versorgung mit allen Aminosäuren gewährleistet werden. Dies macht auch aufgrund des eher geringen Gehalts an Methionin im Sojaproteinpulver Sinn. Diese Aminosäure ist u.a. wichtig für den Knochenaufbau und die Proteinsynthese und würde dir bei einer einseitigen Eiweißversorgung mit Soja auf Dauer fehlen.

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